Re-Wilder

Re-Wilder ist das neue Projekt von afiz gemeinsam mit der Deutschen Gartenakademie. Wir wollen Außenräume wieder rück-verwildern und lineare, wilde Gärten quer durch Deutschland pflanzen.

Intensiv genutztes Ackerland und urbane Landschaften sollen wieder mit dichten Vegetationsschichten bedeckt und als Permagärten und Naturreservate ‚genutzt‘ werden – zum Lernen, Genießen, Zurückverbinden und für die gemeinsame Arbeit an einer gesünderen Welt. Vernetzung spielt eine wichtige Rolle – für uns Menschen und auch für die Natur. Und auch die (Rück-)Verbindung zwischen Mensch und Natur ist unser Anliegen. Können wir dauerhaft im Einklang mit der Natur leben? Indigene Völker auf der ganzen Welt haben es gekonnt. Wann und warum haben wir es vergessen? Und wie kommen wir dorthin zurück? Das wollen wir mit diesem Projekt: Zurück zum altem Wissen und nach vorne mit neuen Ideen. Ein Projekt mit Demut und Unternehmergeist.

Wann, wenn nicht genau jetzt? Und wo, wenn nicht hier in Deutschland? Die ehemalige innerdeutsche Grenze ist aus traurigen Gründen ein unglaublich wertvolles, hochgradig biodiverses, verwildertes, grünes Band geworden. Nur 6,3% der Fläche Deutschlands ist bereits unter Naturschutz. Das ist noch weit entfernt von den 25%, die gemäß der 2010er UN Konvention bis 2020 angestrebt wurden. Da sind Schwellenländer und Länder der Entwicklungszusammenarbeit wie Angola, Botswana, Kamerun und Thailand mit über 50% deutlich weiter. Und auch Industrienationen wie Luxemburg und Kanada haben bereits über 30% ihrer Fläche geschützt. Wie wollen wir vorgehen? Wälder, Gehölze und Gewässer nehmen etwa ein Drittel der Fläche Deutschlands ein. Unser Beitrag soll sein, diese wertvollen Naturräume mit linearen, wilden Gärten miteinander zu vernetzten. Also vor allem landwirtschaftliche Flächen in wilde Gärten zu verwandeln. (Etwa die Hälfte Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt). Und dort zukunftsfähige Bewirtschaftungsweisen, Lernorte und Räume für Gemeinschaft zu schaffen. Dann haben wir eine gesunde Basis für die kommenden Generationen geschaffen. Spricht Dich das an?

So kannst Du aktiv mitmachen:

  • als freiwilliger Helfer Deine Zeit und Kraft einbringen und mitpflanzen und mitarbeiten
  • als Landbesitzer Deine Landflächen beisteuern in Form einer Spende oder langfristigen Verpachtung
  • als Spender regelmäßig oder einmalig Geld spenden
  • als Trauernde im Sinne der/des Verstorbenen Kondolenzspenden beisteuern
  • als Förderer einen Teil Deines Vermögens anteilig vererben
  • als symbolischer Pate Fundraising-Bausteine erwerben für Bäume oder ein Grünes Klassenzimmer (ideal für Schulen, Kindergärten und Firmen)
  • als Geburtstagskind oder Jubiläumsträger Spenden statt Geschenke wünschen (ideal für Hochzeiten und runde Geburtstage)
  • als Experte Dein Knowhow und Deine Kontakte einbringen und mitgestalten
  • als fachlich versierter Crowdfarmer Verantwortung für ein Stück Permagarten übernehmen und es bewirtschaften (Bienen, Obst, Schafe, Ziegen, Wild, Heilkräuter u.a.)

 

„Der Garten ist die beste Schule des Lebens!“ Bernhard Steiner.

Wenn Du mitmachen und beitragen möchtest, dann nimm direkt mit der Projektleiterin Ulla Schuch Kontakt auf: Schreib eine Mail, damit wir Kontakt mit Dir aufnehmen können. Oder wenn es Dir unter den Nägeln brennt, reserviere ein Telefongespräch mit Ulla.

Deutsche Bambustage

Am 17. und 18. September 2021 veranstaltet afiz zum ersten Mal in Deutschland die Fachtagung Deutsche Bambustage. Unter dem Motto ,Zukunft bauen mit Bambus, werden Fachvorträge, Diskussionen und ein Marktplatz rund um das nachwachsende Baumaterial Bambus angeboten. Weitere Informationen und Tickets für die zweitägige Veranstaltung finden Sie ab sofort auf unserer Projektseite Deutsche-Bambustage.de.

2009 wurde zum ersten Mal der Welt-Bambustag ins Leben gerufen, um das außergewöhnliche Riesengras Bambus und seine Bedeutung als nachwachsende, natürliche Ressource für unsere Zukunft zu feiern. Seit 2016 ist der Bambus über die World Bamboo Organization (WBO) anerkannter Teil der weltweit größten Nachhaltigkeitsinitiative, des Pakts United Nations Global Compact (UNGC). Die Pflanze und ihre Anwendungen unterstützen die weltweit angestrebten 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG). Die Deutschen Bambustage zeigen auf, welche Möglichkeiten der Bambus für Wirtschaft, Forschung und insbesondere für die Baubranche eröffnet, und welche Zukunft der Bambus auch für Deutschland bieten könnte.

Die Veranstaltung wendet sich an Fachpublikum wie Architekten, Stadtplaner, Ingenieure, Statiker, Landschaftsarchitekten sowie Studierende, interessierte Verbraucher und Bambus-Liebhaber. Zu erfahren sind Aspekte innovativ gebauter Architektur aus Bangladesch, Kolumbien, China und Mexiko sowie erstaunliche Produkte für Alltag, Freizeit, Wohnen und Mobilität. Die Teilnehmer können die Entwicklung von Fahrrädern und Musikinstrumenten aus Bambus erleben, Bambus-Tönen lauschen und mit Experten über Ingenieurbauten und Bambuskonstruktionen diskutieren. Es wird gezeigt, welche Verwendungsmöglichkeiten die Vielfalt der unterschiedlichen Bambusarten weltweit bieten und noch viel wichtiger – was es eventuell noch alles zu entdecken gibt!

Im Fokus steht nämlich eine ökologisch orientierte und nachhaltige Betrachtungsweise. Und es wird die Frage beantwortet: Wo steht in diesem international rasant wachsenden Markt der deutschsprachige Raum?

An beiden Tagen erwarten die Teilnehmer, jeweils von 10.00 bis 16.00 Uhr, Fachvorträge von international renommierten Experten, spannende Diskussionen und reger Austausch. Veranstaltungssprache ist Deutsch.